Kurz gesagt:
Zwei Monitore, gleiche Größe, gleiche Auflösung, und trotzdem sieht das Bild völlig anders aus? Das liegt oft am Panel, also an der Technik, mit der der Bildschirm Licht durchlässt oder blockiert. Bei LCD-Monitoren und Laptop-Displays gibt es drei große Familien: IPS, VA und TN. Jede hat ihre Stärken, keine ist in allem die beste.
Ein LCD-Bildschirm besteht aus einer Hintergrundbeleuchtung und einer Schicht aus Flüssigkristallen. Diese Kristalle drehen sich, wenn Strom anliegt, und lassen dadurch mehr oder weniger Licht durch. Wie sich die Kristalle ausrichten, unterscheidet die Panel-Typen. Und genau das bestimmt, wie gut Farben, Schwarz und Blickwinkel aussehen.
Die Abkürzungen bedeuten:
Was ist ein IPS-Display? Ein IPS-Panel zeigt Farben besonders natürlich und bleibt auch von der Seite betrachtet stabil. Hersteller geben oft Blickwinkel von 178 Grad an. Das heißt: Auch wenn du schräg auf den Bildschirm schaust, verfälschen sich die Farben kaum.
Stärken:
Schwächen:
Viele Business-Monitore setzen auf IPS, weil es für Büroarbeit das ausgewogenste Gesamtpaket ist. Das gilt für viele Modelle der Lenovo-ThinkVision-Reihe ebenso wie für die E-Serie von HP. Einen Überblick bekommst du bei unseren Lenovo-Monitoren und HP-Monitoren.
Ein VA-Panel blockiert Licht im Ruhezustand sehr gut. Das Ergebnis: tiefes Schwarz und ein Kontrast, der oft beim Dreifachen von IPS liegt. Filme und dunkle Spiele wirken dadurch plastischer.
Stärken:
Schwächen:
Wer gern Filme schaut, oft in abgedunkelten Räumen arbeitet oder einen großen Ultrawide-Monitor sucht, ist mit VA gut beraten. Einen 34-Zoll-Ultrawide findest du zum Beispiel bei unseren Samsung-Monitoren. Welches Panel ein bestimmtes Modell hat, steht im Datenblatt des Herstellers.
TN-Panels waren lange Standard, weil sie günstig und sehr schnell sind. Heute findest du sie vor allem in älteren Monitoren und in einfachen Laptop-Ausstattungen.
Stärken:
Schwächen:
Für reine Office-Arbeit reicht TN zur Not. Wenn du die Wahl hast, nimm IPS.
Neben den drei LCD-Klassikern tauchen immer öfter zwei neuere Techniken auf:
Für Büro und Homeoffice sind beide Techniken eher Luxus. Gebraucht findest du sie bislang selten, deshalb konzentrieren wir uns hier auf IPS, VA und TN.
Oft verwechselt: Die Bildwiederholrate in Hertz hat mit dem Panel-Typ nur indirekt zu tun. Es gibt IPS- und VA-Monitore mit 60 Hz für das Büro und solche mit 144 Hz und mehr für Spiele. Für Office, E-Mails und Tabellen sind 60 bis 75 Hz völlig ausreichend. Höhere Werte machen das Scrollen und schnelle Bewegungen flüssiger, sind aber kein Muss.
Farben
Kontrast und Schwarzwert
Blickwinkel
Geschwindigkeit
Am besten für
Und die Größe? Ob 24 oder 27 Zoll besser zu dir passt, klären wir im Ratgeber Monitor 24 oder 27 Zoll.
Wie du Monitor und Laptop mit einem Kabel verbindest, zeigt USB-C-Monitor oder Dockingstation.
Auch bei Laptops gibt es alle drei Panel-Typen. Gerade bei älteren oder sehr günstigen Konfigurationen wurden oft TN-Panels mit geringer Auflösung verbaut, während die besseren Varianten desselben Modells ein Full-HD-IPS-Display haben. Achte im Datenblatt deshalb auf:
Ein kleiner Bonus für Bastler: Bei manchen Business-Laptops lässt sich das Display tauschen. Original-Ersatzpanels, darunter auch IPS-Displays für ThinkPads, findest du je nach Bestand bei unserem Lenovo-Zubehör. Unsere refurbished Laptops zeigen die Auflösung jeweils im Datenblatt.
IPS, VA und TN sind keine Qualitätsstufen, sondern verschiedene Techniken mit eigenen Stärken. IPS ist der Allrounder mit den besten Farben und Blickwinkeln, ideal für Büro, Fotos und Laptops. VA punktet mit Kontrast und tiefem Schwarz für Filme und Ultrawide. TN ist schnell und günstig, hat aber die schwächsten Farben. Für die meisten ist IPS die richtige Wahl, wer abends Filme schaut, schaut sich VA an.
IPS hat bessere Farben und Blickwinkel, VA den höheren Kontrast. Für Büro und Fotos ist IPS besser, für Filme und dunkle Räume VA.
Ein IPS-Display ist ein LCD-Panel, bei dem sich die Flüssigkristalle parallel zur Bildschirmfläche drehen. Das sorgt für natürliche Farben und große Blickwinkel.
Nicht schlecht, aber veraltet. Es ist schnell und günstig, hat aber blasse Farben und kleine Blickwinkel. Für Office reicht es, IPS ist meist die bessere Wahl.
Im Datenblatt des Herstellers. Steht dort nichts, hilft der Blickwinkel-Check: TN-Panels verändern ihr Bild von der Seite und von oben deutlich stärker als IPS.
IPS. Es bietet natürliche Farben, angenehmes Lesen und große Blickwinkel. Wie du dein Homeoffice komplett aufbaust, zeigt unser Ratgeber Laptop fürs Homeoffice.
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