Kurz gesagt:
Ein neues iPhone kostet schnell so viel wie ein Wochenendtrip. Dabei können ältere Modelle fast alles, was du im Alltag brauchst: tolle Fotos, flüssige Apps, lange Updates. Die Frage ist also nicht ob, sondern welches iPhone gebraucht kaufen sinnvoll ist. In diesem Modell-Check vergleichen wir die Generationen und zeigen dir, worauf du beim Kauf achten musst.
Wenn du keine Zeit für den ganzen Artikel hast, hier unsere Empfehlungen:
Welche Modelle gerade verfügbar sind, siehst du jederzeit bei unseren gebrauchten iPhones.
Hier die wichtigsten Generationen auf einen Blick. Die Preise haben wir bewusst weggelassen, weil sie sich laufend ändern. Als Faustregel gilt: Je älter, desto günstiger.
Kurz erklärt: 5G ist der aktuelle Mobilfunkstandard, OLED steht für Displays mit sattem Schwarz und kräftigen Farben, MagSafe für magnetisches Zubehör und kabelloses Laden. Die Dynamic Island ist die interaktive Aussparung oben im Bildschirm.
Von außen sehen die beiden fast gleich aus. Innen hat das iPhone 13 aber spürbar zugelegt: einen schnelleren Chip, einen größeren Akku und eine bessere Kamera mit Bildstabilisierung direkt am Sensor. Außerdem startet das 13 mit 128 GB Speicher, beim 12 waren es noch 64 GB. Ist der Preisunterschied klein, nimm das 13.
Hier ist der Abstand kleiner, als viele denken. Das iPhone 14 nutzt eine leicht verbesserte Version desselben Chips. Neu sind vor allem Sicherheitsfunktionen wie die Unfallerkennung und der Notruf über Satellit sowie eine etwas bessere Kamera bei wenig Licht. Für die meisten ist das iPhone 13 deshalb das bessere Angebot. Eine andere Liga ist das iPhone 14 Pro: Dynamic Island, 48-Megapixel-Kamera und ein Display mit 120 Hz, das Scrollen besonders flüssig macht.
Das ist der größte Sprung in dieser Liste. Das iPhone 15 bekommt die Dynamic Island, die 48-Megapixel-Kamera und vor allem USB-C. Du kannst es also mit demselben Kabel laden wie Laptop, Tablet und Kopfhörer. Wenn du ohnehin überall USB-C nutzt, ist das 15 die logische Wahl. Übrigens: Seit dem iPhone 12 legt Apple kein Netzteil mehr in die Packung. Ein passendes USB-C-Netzteil findest du bei unserem Apple-Zubehör.
Eine ehrliche Antwort vorweg: Apple nennt keine festen Zeiträume für Software-Updates. Erfahrungsgemäß werden iPhones viele Jahre lang mit neuen iOS-Versionen versorgt, länger als die meisten anderen Smartphones. Trotzdem fallen ältere Modelle irgendwann aus der Liste.
Unser Rat: Schau vor dem Kauf auf Apples Website nach, welche Geräte die aktuelle iOS-Version unterstützen. Die ältesten Modelle in unserer Übersicht, also iPhone 11 und SE der 2. Generation, sind naturgemäß die ersten Kandidaten, die herausfallen. Wer möglichst lange Ruhe haben will, greift lieber zu einem neueren Modell.
Beim iPhone-Gebrauchtkauf solltest du auf fünf Dinge achten. Die meisten prüfst du in zwei Minuten direkt in den Einstellungen.
Unter Einstellungen › Batterie › Batteriezustand zeigt dir das iPhone die maximale Kapazität in Prozent, also wie viel der Akku im Vergleich zu neu noch speichern kann. Als Faustregel: Ab etwa 85 % merkst du im Alltag kaum einen Unterschied. Unter 80 % wird die kürzere Laufzeit spürbar, und iOS weist dann oft auf eine empfohlene Wartung hin. Bei einem Händler steht die Zustandsstufe beim Gerät. Bei der untersten Stufe „Abnutzung und Beeinträchtigungen“ ist auch eine eingeschränkte Akkulaufzeit möglich.
Was die Prozentzahl genau bedeutet und wie du Ladezyklen findest, erklärt unser Ratgeber iPhone-Batteriezustand.
Die Aktivierungssperre koppelt ein iPhone an die Apple-ID des Besitzers. Solange sie aktiv ist, kann niemand anderes das Gerät einrichten. Ein sauber zurückgesetztes iPhone begrüßt dich mit dem Einrichtungsbildschirm. Fragt es dabei nach der Apple-ID und dem Passwort einer fremden Person, ist die Sperre noch aktiv. Dann gilt: nicht behalten. Beim Privatkauf sollte sich der Verkäufer vor deinen Augen unter Einstellungen › [Name] abmelden und das Gerät zurücksetzen.
Unter Einstellungen › Allgemein › Info findest du bei neueren iOS-Versionen den Bereich „Teile- und Servicehistorie“. Dort steht, ob zum Beispiel Display, Akku oder Kamera getauscht wurden und ob es sich um Originalteile von Apple handelt. Ein getauschtes Teil ist kein Drama. Du solltest es aber vorher wissen.
Bei Smartphones reicht die Skala von „Neu/OVP“ und „Fast neu“ über „Leichte Kratzer im Display“ bis zu „Leichte Abdrücke im Display“ (ein bis drei helle oder dunkle Flecken) und „Abnutzung und Beeinträchtigungen“. Wenn du viel Video schaust oder Fotos bearbeitest, wähl eine Stufe ohne Abdrücke im Display. Eine Hülle und ein Schutzglas helfen, dass es so bleibt.
Alle Modelle in unserer Übersicht unterstützen zwei Nummern gleichzeitig: eine klassische Nano-SIM und eine eSIM, also eine digitale SIM-Karte. Ab dem iPhone 13 gehen auch zwei eSIMs. Achtung bei Importgeräten: US-Modelle ab dem iPhone 14 haben gar keinen SIM-Schacht mehr. Und unter Einstellungen › Allgemein › Info sollte bei „Netzbetreibersperre“ stehen: „Keine SIM-Beschränkungen“.
Ein iPhone von Privat kann günstig sein. Du trägst aber das ganze Risiko. Ein Händler nimmt dir einen Großteil davon ab. Der Vergleich:
Kleiner Begriffs-Check, weil die beiden oft verwechselt werden: Die Gewährleistung ist gesetzlich und gilt gegenüber dem Verkäufer. Eine Garantie ist ein freiwilliges Versprechen, meist vom Hersteller. Bei gebrauchten Geräten zählt vor allem die Gewährleistung.
Und wer nach Erfahrungen mit refurbished iPhones sucht, stößt oft auf alte Vorurteile. Mit denen räumen wir in unserem Faktencheck zu refurbished Smartphones auf.
Für die meisten ist ein gebrauchtes iPhone 13 der beste Kompromiss aus Preis, Leistung und Akkulaufzeit. Wer sparen will, greift zum iPhone 12, wer USB-C oder die bessere Kamera will, zum iPhone 15 oder 14 Pro. Egal welches Modell: Prüf Batteriezustand, Aktivierungssperre und Teilehistorie, und kauf am besten dort, wo du Gewährleistung und Rückgaberecht bekommst.
Du suchst auch ein Tablet? Dann hilft dir unser Ratgeber Welches iPad gebraucht kaufen?
Für die meisten das iPhone 13: schneller Chip, gute Kamera, lange Akkulaufzeit und mindestens 128 GB Speicher. Mit kleinerem Budget ist das iPhone 12 eine gute Alternative.
Das iPhone 14 ist nur wenig besser, vor allem bei Sicherheitsfunktionen wie der Unfallerkennung und bei Fotos mit wenig Licht. Gebraucht ist das iPhone 13 deshalb meist das bessere Angebot. Das iPhone 14 Pro ist dagegen ein deutlicher Sprung.
Ab etwa 85 % merkst du im Alltag kaum Einschränkungen. Unter 80 % wird die kürzere Laufzeit spürbar. Den Wert findest du unter Einstellungen › Batterie › Batteriezustand.
Beim Einrichten: Fragt das iPhone nach der Apple-ID und dem Passwort des Vorbesitzers, ist die Sperre aktiv. Ein solches Gerät solltest du nicht behalten.
Ja, wenn du bei einem Händler kaufst, der die Geräte prüft und zurücksetzt. Bei SecondBuy kommen 12 Monate Gewährleistung und 30 Tage Rückgaberecht dazu. Prüf trotzdem nach dem Auspacken kurz Akku und Teilehistorie.
Du weißt jetzt, welches Modell zu dir passt und worauf du achten musst. Dann schau dir unsere gebrauchten iPhones an: geprüft in hauseigener Qualitätskontrolle, mit klarer Zustandsangabe und kostenlosem Versand innerhalb Deutschlands.
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