Kurz gesagt:
Ein schwacher Akku ist der häufigste Grund, warum Leute einen eigentlich guten Laptop aussortieren. Dabei ist der Akku ein Verschleißteil, so wie die Reifen beim Auto. Wenn Prozessor, Speicher und SSD noch passen, ist ein neuer Akku oft die deutlich günstigere und nachhaltigere Lösung als ein neues Gerät.
Unser Artikel über Akku-Gesundheit bei refurbished Geräten erklärt, warum Akkus altern. Hier geht es um die Praxis: messen, entscheiden, tauschen.
Windows hat ein eingebautes Werkzeug, das kaum jemand kennt:
Wichtig sind drei Werte im Abschnitt „Installed batteries“:
Teil die Full Charge Capacity durch die Design Capacity, und du hast die Restkapazität in Prozent. Ein Beispiel: 41.000 mWh neu, 33.000 mWh heute, das sind rund 80 Prozent.
Unter Linux zeigt der Befehl upower -i mit dem Namen deines Akkus ähnliche Werte. Außerdem haben Lenovo, Dell und HP eigene Programme, die den Akkuzustand anzeigen und teils auch eine Ampel für „gut“ oder „tauschen“ liefern.
Genau diese Stufen findest du übrigens auch bei uns: Bei jedem gebrauchten Laptop steht in den technischen Daten, ob die Akkukapazität größer 80 Prozent ist, zwischen 70 und 80 Prozent liegt oder darunter. Bei unseren geprüften Notebooks aus zweiter Hand kannst du also schon vor dem Kauf einschätzen, wie lange das Gerät unterwegs durchhält.
Ob ein Akkuwechsel fünf Minuten oder einen Werkstattbesuch dauert, hängt von der Bauweise ab:
Gut zu wissen: Die EU-Batterieverordnung verlangt, dass Gerätebatterien ab Februar 2027 grundsätzlich vom Nutzer selbst entnommen und ersetzt werden können. Es gibt Ausnahmen, aber die Richtung ist klar: Akkus sollen wieder einfacher austauschbar werden.
Jeder Akku hat eine Teilenummer, bei Lenovo heißt sie zum Beispiel FRU. Du findest sie auf dem Etikett des Akkus selbst oder auf der Support-Seite des Herstellers, wenn du dort die Seriennummer deines Laptops eingibst. Kauf am besten einen Originalakku oder einen gleichwertigen Markenakku mit passender Teilenummer. Billige No-Name-Akkus sparen ein paar Euro, aber oft an der Kapazität und der Schutzelektronik.
Ein Beispiel aus unserem Sortiment, Stand Oktober 2026: Originale ThinkPad-Akkus mit 39,3 Wh für das T14s und P14s der 3. Generation gibt es bei unseren Lenovo-Ersatzteilen ab ca. 15 Euro. Prüf die Teilenummer, bevor du bestellst, und denk daran: Preise und Bestand ändern sich.
Keine Lust auf Schrauben? In unserem Laden in Schwäbisch Hall bauen wir Hardware auch für dich ein. Welche Leistungen wir vor Ort anbieten, steht auf unserer Service-Seite. Ruf am besten vorher an und frag, ob das für dein Modell klappt.
Drückt das Touchpad von unten nach oben, wölbt sich die Bodenplatte oder klafft das Gehäuse? Dann kann der Akku aufgebläht sein. Nicht weiter laden, nicht einstechen, nicht pressen. Lass den Akku fachgerecht tauschen und gib den alten an einer Sammelstelle ab. Akkus gehören nie in den Hausmüll, wie unsere Hinweise zur Rücknahme von Batterien und Elektrogeräten erklären.
Ein neuer Akku lohnt sich, wenn der Rest des Laptops noch zu dir passt. Stell dir drei Fragen:
Dreimal ja: Akku tauschen. Mindestens einmal nein: Dann ist ein geprüftes Gebrauchtgerät mit guter Akku-Angabe oft die bessere Investition als ein Akku für ein Gerät, das bald ohnehin ersetzt werden muss.
Mehr zur Prozessor-Frage im Ratgeber Windows 11 auf gebrauchten Laptops.
Die besten Tipps kosten nichts:
Wer viel unterwegs ist, sollte beim Kauf auf drei Dinge achten:
Gute Kandidaten sind zum Beispiel kompakte EliteBooks der 830er-Reihe aus unserer Auswahl an HP-Notebooks oder ThinkPads der T- und X-Serie aus unseren Lenovo-Notebooks. Welche ThinkPad-Serie wofür gedacht ist, liest du in unserem Ratgeber zu den ThinkPad-Serien.
Ein schwacher Akku ist kein Grund, einen guten Laptop wegzuwerfen. Miss zuerst mit dem Battery Report, wie viel Kapazität noch da ist. Bei Business-Laptops lässt sich der Akku oft mit wenigen Schrauben tauschen, achte dabei auf die richtige Teilenummer und ein seriöses Ersatzteil. Und mit Ladegrenze, weniger Hitze und etwas Displaydisziplin hält auch ein älterer Akku spürbar länger.
Unter Windows mit dem Befehl powercfg /batteryreport in der Eingabeaufforderung. Im Bericht vergleichst du Design Capacity und Full Charge Capacity.
Unter etwa 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität wird der Wechsel für mobile Nutzung interessant. Unter 50 Prozent ist er meist überfällig.
Bei vielen Business-Laptops ja, weil der Akku verschraubt ist. Bei verklebten Akkus und aufgeblähten Akkus solltest du eine Fachwerkstatt beauftragen.
Das hängt von Ladezyklen, Temperatur und Ladeverhalten ab. Viele Akkus verlieren nach einigen Jahren spürbar Kapazität. Wer Hitze vermeidet und eine Ladegrenze nutzt, verlängert die Lebensdauer deutlich.
Nein. Akkus gehören zu einer Sammelstelle oder zurück zum Händler. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe und können bei falscher Entsorgung Brände verursachen.
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